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Lupus-Selbsthilfe



Blutuntersuchungen


Beachten Sie bitte:

  • Rheumafaktoren haben für die Diagnose des LE keine besondere Bedeutung.

  • Die Höhe der Blutsenkung zeigt bei LE nur eine mäßige Beziehung zur Krankheitsaktivität.

  • Das C-reaktive Protein (CRP) ist bei LE selbst in Zeiten erhöhter Krankheitsaktivität nur niedrig erhöht.

  • Auch die Höhe der Autoantikörper-Titer im Blut weist keine eindeutige Beziehung zur Krankheitsaktivität auf.

  • Am ehesten scheinen eine Erhöhung der ds-DNS-Antikörper und eine Verminderung des Komplements eine Erhöhung der Krankheitsaktivität (Schub) bei LE anzuzeigen.


Hier sehen Sie die Entwicklung der verschiedenen Blutzellen und Komponenten des Immunsystems:


Blutkörperchen



Erläuterung:

ANA: Antinukleäre Antikörper. Autoantikörper gegen Bestandteile des Zellkerns.
Antigen (hier nicht dargestellt): Substanz, die die Bildung von Antikörpern hervorruft, zum Beispiel Krankheitserreger (bei Infektionen durch Viren, Bakterien, Pilze), Allergene (bei Allergien) und körpereigene Stoffe (Autoantigene, bei Autoimmunkrankheiten).
Antikörper: Immunglobuline. Von B-Lymphozyten (Plasmazellen) gebildete Abwehrstoffe gegen Antigene.
Autoantikörper: Antikörper (Immunglobuline), die gegen Bestandteile des eigenen Körpers gerichtet sind. Treten bei Autoimmunkrankheiten auf.
basophile Granulozyten: Untergruppe der Granulozyten. Spielen vorwiegend bei Allergien eine Rolle.
Blutsenkung: Geschwindigkeit, mit der die Erythrozyten in einer Blutprobe in einem Messröhrchen absinken und verklumpen. Kann bei Entzündungen erhöht sein.
B-Lymphozyten: Untergruppe der Lymphozyten. Werden in den Lymphknoten und der Milz zu Plasmazellen weiterentwickelt.
ds-DNS-Antikörper: Autoantikörper gegen Doppelstrang-Desoxyribonukleinsäure. Untergruppe der ANA. Treten vorwiegend bei LE auf.
eosinophile Granulozyten: Untergruppe der Granulozyten. Bei LE ist die Konzentration im Blut manchmal erhöht, seltener erniedrigt.
CRP : C-reaktives Protein. Entzündungswert im Blut.
Differentialblutbild: genauerer Untersuchung der verschiedenen Unterformen der Leukozyten: neutrophile, basophile, eosinophile Granulozyten, Monozyten, Lymphozyten.
Erythrozyten: rote Blutkörperchen.
Granulozyten: größte Untergruppe der Leukozyten. Können Krankheitserreger vernichten.
großes Blutbild: kleines Blutbild, Thrombozyten, Differentialblutbild.
kleines Blutbild: Leukozyten, Erythrozyten und bestimmte Erythrozyten-Merkmale (hier nicht dargestellt).
Komplement: Proteine im Blutplasma, die die Aktivität der Antikörper unterstützen.
Leukozyten: weiße Blutkörperchen. Bei LE kommt oft eine Verminderung der Konzentration der Leukozyten im Blut (Leukopenie) vor.
Makrophagen: aus Monozyten entstandene Zellen in Gewebe und Organen. Vernichten Krankheitserreger und arbeiten mit den T-Lymphozyten zusammen.
Mastzellen: setzen unter anderem Histamine frei, die bei Entzündungsreaktionen mitwirken (hier nicht dargestellt).
Monozyten: Untergruppe der Leukozyten. Entwickeln sich zu Makrophagen.
neutrophile Granulozyten: Untergruppe der Granulozyten.
Plasmazellen: Entstehen aus B-Lymphozyten. Bilden Antikörper und bei Autoimmunkrankheiten Autoantikörper.
Rheumafaktoren: Eine bestimmte Gruppe von Autoantikörpern im Blut. Sind nur bei einem Teil der LE-Betroffenen erhöht.
T-Gedächtnis-Zellen: Unterform der T-Lymphozyten.
T-Helfer-Zellen: Unterform der T-Lymphozyten. Bilden Zytokine, die die Makrophagen, zytotoxischen T-Zellen und B-Lymphozyten aktivieren. Eine Untergruppe der T-Helfer-Zellen kann die Aktivität der B-Lymphozyten unterdrücken und wird deshalb als Suppressor-T-Zellen bezeichnet (hier nicht dargestellt).
T-Lymphozyten: Untergruppe der Lymphozyten. Entstehen im Thymus aus Lymphozyten und werden in Lymphknoten und Milz weiterentwickelt.
Thrombozyten: Blutplättchen.
Stammzellen: blutbildende Zellen im Knochenmark.
Zytokine: Botenstoffe, die von bestimmten Zellen, z. B. Makrophagen, gebildet werden, um die Funktion anderer Zellen zu beeinflussen.
zytotoxische T-Zellen: Unterform der T-Lymphozyten. Können Zellen, die mit einem Krankheitserreger (besonders Viren) infiziert sind, abtöten, indem sie zum Beispiel in diesen Zellen den programmierten Zelltod (Apoptose) auslösen. Produzieren Zytokine, mit denen sie unter anderem die Aktivität der Makrophagen beeinflussen. Zytotoxische Zellen können auch als Supressor-Zellen wirken.


Zwischen den Zellen und Komponenten des Immunsystems bestehen vielfältige Wechselwirkungen, die zum großen Teil noch nicht erforscht sind. In diesem Schaubild wurde nur ein kleiner Teil der heute bekannten Zusammenhänge dargestellt.


(Der Text ist in Ausschnitten dem "Lupus erythematodes Lexikon" von Dorothea Maxin entnommen, Darmstadt: Verlag für Neue Medizin, 2000)




Hier finden Sie weitere Informationen über Blutuntersuchungen bei Kollagenosen:

Euroimmun http://www.euroimmun.de

Labor Prof. Seelig http://www.laborseelig.de/analysenspektrum/ HTML/Start2.html

(Diese Seite wurde am 5.1.2012 aktualisiert.)



Hier finden Sie Erläuterungen medizinischer Fachbegriffe:

Hessenweb - Medizinisches Wörterbuch http://www.hessenweb.de/index.php?id=lexikon

Kompetenznetz Rheuma - Rheumalexikon http://www.rheumanet.org/content/m4/k1/k11/index.aspxx




Deutsch-Englische und andere Wörterbücher: http://www.dict.cc/
LEO (Deutsch-Englisches Wörterbuch) http://dict.leo.org/



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Kontakt:
Dipl.-Psych. Dorothea Maxin - Gervinusstr. 47 - D-64287 Darmstadt - Germany